Dass unser Sport uns viel Spaß macht, sieht man natürlich an den vielen Ausflügen, die wir hier auf der Insel unternemen.
Trotz allem darf man nicht vergessen, dass Paragliding eine Sportart ist, die sehr zeitraubend ist, gerade wenn man Familie hat, gehört viel Organisationstalent dazu.
Da an diesem Tag Spanien und Holland spielten, war klar, dass viele Flieger auf dem Berg waren. Was gibt es denn Schöneres, wenn man vor dem Spiel noch einen super Fug hinlegt und danach mit Freunden Fußball gucken kann.
Barny hatte Besuch und war leider nicht dabei. Wir trafen uns mit Christian am Treffpunkt in Alcudia. Das Wetter passte perfekt und wir fuhren sofort hinauf. Später hätten dann Schorsch und Christian unser Auto oben abgeholt - also alles war organisiert.
Am Gipfel angekommen - sahen wir nur noch Starts, Starts ... Sofort holten wir unser Equipment heraus. Kaum ausgepackt lagen sie da, unsere Schirme und warteten, dass sie in die Luft kommen. Christian schaffte es sofort beim ersten Start. Kurz darauf sahen wir schon, dass die Thermik abriss und alle zum Landeplatz peilten um zu landen.
Tja, auf einmal standen Schorsch und Christian wieder oben am Berg und Schorsch meinte: "Wir fliegen runter!" Eigentlich wollte ich nicht mehr - aber es ist schon schwierig nein zu sagen, wenn die Bedingungen so perfekt sind. Ich schob das Thema Auto kurz auf die Seite und schon waren wir in der Luft. Es war - G E N I A L - und ich bin froh, dass wir es doch gemacht haben. Endlich hatten auch wir Glück und erwischten einen Thermikschlauch nach dem anderen. Es trieb uns immer höher in die Luft und wir hatten es so genossen. Für uns, der schönste Flug seit langem.
Unser Fliegerfreund Christian stand noch oben auf dem Berg und kam leider nicht mehr heraus, da der Wind seine Richtung ständig drehte. Es ist auch nicht leicht in Alcudia zu starten. Nun, irgendwie waren auf einmal alle Flieger unten am Landeplatz eingelandet und Christian ist mit seinem Auto nach unten gefahren. Zwischenzeitlich riefen wir die Versicherung an und diese besorgten uns einen Abschleppdienst. Der sollte in ca. einer Stunde da sein. Christian war so lieb und wollte uns noch mit in die nächste Kneipe nehmen um dort wenigstens etwas Kühles zu trinken. Schnell zog er sich um und wir hörten nur noch den Knall seines Kofferaumdeckels, doch da war es schon zu spät. Die Schlüssel lagen jetzt unereichbar im Auto, eingeschlossen. Tja, unsere drei Gesichter hättet ihr mal sehen sollen. Ich glaube, wir sehen alle besser aus, wenn wir in eine unerwartete Thermikblase kommen (was auch tolle Gesichter macht) . Doch warum sollte damit alles erledigt sein? Nein, es ging noch weiter. Christian stand mit seinem PKW direkt hinter unserem, der ja abgeschleppt werden sollte, doch wie, wenn er doch direkt hinter uns stand?
Nun, nach einigen tiefsinnigen Überlegungen und Steine wegschleppen, schafften wir es doch tatsächlich mit vereinten Kräften unser Auto irgendwie
Da wir noch an diesem Abend zu einem Freund mussten und dieser nur wenige Kilometer von uns wegwohnt, genossen wir gestern den Abendwind auf unserem noch fahrbaren Scooter. Normalerweise gibt es hierzu nichts zu erzählen, doch diesmal streifte uns eine Eule haarscharf während der Fahrt und wir kamen ganz schön ins Trudeln. Die hätte uns beinahe vom Scooter gekickt. Als wir bei unserem Freund ankamen, nahmen wir ersteinmal unsere Helme ab, schauten uns lange fragend an und mussten auf einmal so Lachen....Denn wir konnten gar nicht sagen was schlimmer war. Die Situation mit unserem Auto oder beinahe von einer Eule gerammt zu werden. Die Schlagzeile wäre toll gekommen: "Flieger beim Scooterfahren von fliegender Eule erschlagen".
Aber das alles war ja noch nicht genug Stress für uns. Durch die Tatsache, dass wir unser Auto nur gegen die Fahrtrichtung vor unseren Haus abstellen konnten, kredenzten uns die offiziellen Wegelagerer (Polizei) auch noch einen Multa-Geschenkgutschein (Strafzettel) über 200 € wegen parkens in falsche Richtung. Und das in Spanien, wo eh keiner weiß wo vorne und hinten ist.
Tja, aber alles Leid ist eigentlich kein Leid, wenn man dann merkt, dass man viele Menschen hat, die einem sofort helfen. Alle Flieger waren bemüht uns nicht ohne Lösung oder uns alleine zu lassen. Es ist schön zu wissen, dass wir Flieger in solchen Momenten zusammenhalten, denn wir lassen uns deswegen nicht das Fliegen entziehen. Es gibt immer Lösungen. Unser Auto muss jetzt erst einmal zum AUTO-DOCTOR. In der Ölwanne fanden wir ein 5cm großes Loch, aus dem sich das komplette Motoröl verflüchtigte. Na ja, vieleich kommen wir die nächste Zeit mit dem Scooter zum Fliegen - hehe. THINK POSITIV
Eine schöne Woche noch euch allen.
Sara & Schorsch
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Kommentare
Bei den Temperaturen kann schnell mal das Auto streiken.
Wenn ihr fliegen wollt in Alcudia sind wir da!!!! Ihr werdet immer mitgenommen, ist doch klar
Gruß Stefan
ich hoffe es regelt sich alles wieder mit eurem Auto. Hoffentlich sehen wir euch trotzdem beim Fliegen. Das hindert euch ja sicher nicht oder?
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